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Feuerwehrgerätehaus Tairnbach - eine (fast) endlose Geschichte 

Die Feuerwehr Tairnbach ist seit jeher in einem Gebäudeteil des Tairnbacher Schlosses untergebracht. Bis heute dient die Garage neben dem Schloß als Hauptstandort zur Unterbringung der Einsatzmittel der Tairnbacher Feuerwehr. Bis 1971 stand dort der handgezogene Tragkraftspritzenanhänger, der ab dann von dem ersten Fahrzeug der Tairnbacher Feuerwehr, dem TSF auf Ford Transit, abgelöst wurde. Ab 1988 hieß es dann noch enger zusammenrücken, als das neue Löschgruppenfahrzeug LF8 in Dienst gestellt wurde. Ein Jahr zuvor konnte man nach umfangreicher Eigenleistung das ehemalige Volksbad aus den Vorkriegsjahren das sich ebenfalls im Schloßgebäude befand, zu einem Schulungs- und Aufenthaltsraum mit einer kleinen Küchenzeile umwandeln und nutzen.

In den kommenden Jahren veränderte sich sehr viel und die Platzverhältnisse wurden immer dramatischer. Die Aufgaben wuchsen, die Mannschaft wurde personell immer stärker und im Jahr 1992 wurde dann die Jugendfeuerwehr Tairnbach gegründet.

Bereits seit Anfang der 1980er Jahre wurde über ein eigenständiges Feuerwehrhaus für unsere Feuerwehr diskutiert. Aber leider nur einseitig, denn es haperte seither immer wieder an der Umsetzung. Im Jahr 1994 wurde dann der langersehnte Mannschaftstransportwagen MTW größtenteils aus Eigenmitteln beschafft und in Dienst gestellt. Aber wohin damit? Die Lösung war schnell gefunden. Die Dreschhalle, mitten auf dem Dorfplatz, dient seitdem als Unterbringung dieses Einsatzfahrzeugs. Mittlerweile steht schon das Nachfolgefahrzeug welches 2006 beschafft wurde, neben zwei Anhängern, seit mittlerweile acht Jahren dort unter. Von den unzähligen weiteren Utensilien, die in privaten Anwesen ihr Zuhause haben, ganz zu schweigen. Unsere ganze Ausrüstung und unser Material ist mittlerweile auf insgesamt 5 Standorte verteilt untergebracht. Unhaltbare Zustände, wie wir meinen! 

Diese insgesamt sehr unbefriedigende Situation wird somit bei uns schon seit mehr als 30 Jahren diskutiert. Aber eine Lösung scheint nun endlich in Sichtweite!

+ 1980- 1991 Wie alles begann?

Bereits Anfang der 1980er Jahre wurde in unregelmäßigen Abständen von den damaligen
Kommandanten Siegfried Müller und Franz Kratochwill die Notwendigkeit eines Feuerwehrhauses
bei der Gemeindeverwaltung angesprochen. Die Platzverhältnisse wurden durch das 1988
angeschaffte LF8 immer beengter. Leider bleib es aber immer nur dabei und es war weiterhin
keine Lösung in Sicht.

+ 1993 Erste konkrete Gespräche!

Durch den Wechsel im Bürgermeisteramt, Karl Klein übernahm das Zepter von seinem
Vorgänger Richard Schneider, wurde die Diskussion um eine langfristige Lösung wieder
aufgenommen. Die Bereitschaft zu Gesprächen wurde deutlich, aber Lösungen waren
nach wie vor weit entfernt. Wichtigere Kommunale Projekte standen im Vordergrund
und es vergingen wieder 10 Jahre bis plötzlich eine Lösung in Sicht war.

+ 2002 Die Sparkasse soll umgebaut werden!

Zu Beginn des Jahres 2002 signalisiert plötzlich die Sparkasse Heidelberg, dass die
Zweigstelle in Tairnbach geschlossen werden soll und man bot der Gemeinde das Gebäude
zum Kauf an. Nachdem sich zunächst die politischen Gremien damit befassten, wurde
dann die Feuerwehr darüber informiert, dass das Gebäude gekauft und zum Feuerwehrhaus
umfunktioniert werden sollte. Schnell wurde aber klar, dass dies nicht die Komplettlösung
sein kann, denn es war kein Platz für Fahrzeuge, Geräte, Ausrüstung, usw.
Es konnten nur die Räumlichkeiten für Schulungszwecke, Büro, Lager usw. eingerichtet werden.
gesagt getan: Der Umbau ging los!

+ 2005 - 2007 Die Sparkasse wurde umgebaut!

Am 5. November 2005 war dann der offizielle Start des Umbaus der ehemaligen Sparkasse.
Nachdem sich die Feuerwehr in den Monaten zuvor intensiv damit beschäftigte wie die
Räume aufgeteilt und aussehen sollen, musste zunächst mal alles nicht mehr benötigte
entfernt werden.

  • Deckenelemente wurden entfernt
  • Schränke wurden abgebaut
  • Teppichboden rausgerissen
  • Tapeten wurden abgekratzt
  • Kabel entfernt
  • Wände durchgebrochen
und so manches weitere Hinderniss entfernt wie z.B. die zwei Tonnen schwere Tresortür.
Das Gebäude
wurde in den kommenden Monaten beinahe komplett entkernt und
umgestaltet.
Das Dachgeschoss war bislang nur über eine wackelige Speichertreppe erreichbar.
Da dieses DG aber zur s
tändigen Nutzung vorgesehen war, wurde am hinteren Teil des
Gebäudes ein Treppenhaus angebaut
und ein neuer Eingang geschaffen. Im Dachgeschoss
sollten dann später der große Schulungsraum mit
Teeküche, ein Jugendraum sowie ein Lager
Platz finden. Für den Jugendraum musste aber zunächst eine Zwischendecke aus Holzbalken
eingezogen und ein massiver Betonsturz durchtrennt werden.
Bevor aber der
Beton durchtrennt
werden konnte war es notwendig eine Stahlstütze bis auf das Fundament einzuziehen
um die Statik
des gesamten Gebäudes nicht zu gefährden. Apropos Statik. Im großen Schulungsraum
stand genau
in der Mitte ein Holzpfeiler der das Dach abstütze. Für einen Schulungsraum
eher kontraproduktiv. Kurzerhand
wurde beschlossen dass dies nicht belassen werden kann
und so wurde in einer Mammutaktion ein 12m langer, 36cm hoher und 2,5t schwerer
Stahlträger
unter das Dach gehängt. Nach vielen weiteren arbeitsreichen Wochen und Monaten war es dann an
Weihnachten 2007 endlich soweit und der Umzug aus dem Schloßgebäude wurde vorbereitet.
Zwischen den Feiertagen packten wir all unsere Sachen die überall verstreut untergebracht waren
und ließen mit dem Auszug aus dem Schloß ein Stück Geschichte hinter uns.
Seither nutzen wir das neue Gebäude sehr vielfältig und warten schon auf den notwendigen
2. Bauabschnitt........der, wie wir heute Stand 2015 wissen, noch insgesamt 8 Jahre auf sich warten lässt!

+ 2008 Wie geht´s nun weiter?

Seit der Fertigstellung des 1. Bauabschnittes wurden immer wieder die Planungen für den
2. Bauabschnitt besprochen. Viele kontroverse und teils schleppende Gespräche wurden geführt;
brachten aber kein brauchbares Ergebnis.
Die Interessen und die Meinungen der beteiligten Partner waren offenbar zu unterschiedlich.
Größere und wichtigere Projekte, die z.B. durch Konjunkturpakete finanziert werden konnten,
bekamen den Vorzug und wurden realisiert.
Zum Jahresbeginn 2012 trat der neue Bürgermeister Jens Spanberger seine Amtsszeit an
und kurz darauf bekam die Diskussion sofort wieder neue Nahrung. Einige Monate vergingen noch aber
im Juli 2013 befasste sich der Ortschaftsrat erneut mit der Situation und empfahl dem Gemeinderat
mit einstimmigem Beschluß, entgegen den bisherigen Planungen, den Bau der Fahrzeughalle
auf die südliche Seite des bestehenden Gebäudes zu realisieren und die Planungen
konkret aufzunehmen. Im Oktober 2013 wurde dann dies zur Realität und der Gemeinderat
beschloß mit eindeutiger Mehrheit (zwei Enthaltungen) in die Planungsphase zu gehen und
erteilte dem Architekturbüro Reiß aus Rettigheim den Planungsauftrag.
Viele Planungsrunden und Gespräche brachten eine Planung hervor die sich sehen lassen kann.
Trotz der äußerst schwierigen Umstände durch die sehr komplexe Grundstücksform
können die Anforderungen der Feuerwehr nahezu vollständig umgesetzt werden.

+ Der 2. Bauabschnitt wird zur Realität

März 2014: Die Planungen sind für die Beschlußfassung abgeschlossen.

25.09.2014: Der Gemeinderat genehmigt die Planungen. zum Erweiterungsbau des Feuerwehrhauses
und gibt die notwendigen Finanzmittel für die Jahre 2015/2016 frei.

April 2015: Die wasserrechtliche Genehmigung zur Umlegung des Bachlaufs wurde erteilt.

Mai 2015: Die notwendige Bebauungsplanänderung für das Areal rund um das Feuerwehrhaus ist
abgeschlossen.

Juni 2015: Die Baugenehmigung wurde erteilt. Die ersten beiden Gewerke (Kanalarbeiten und Rohbau)
werden öffentlich ausgeschrieben.

04.09.2015: Spatenstich und somit offizieller Baubeginn Auf diesem Areal rund um das bestehende
Gebäude wird bis Ende des Jahres der Rohbau entstehen.

21.09.2015 Offizieller Baustart mit den Arbeiten zur Verlegung des Bachlaufs.

 
 
               
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